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Vortrag: Leidenschaftlicher Einsatz für Demokratie

12. November- 19:00 - 21:00

unbenannt

Am 9. November 1938 werden in der Reichspogromnacht Synagogen in Brand gesteckt; am 9. November 1989 fiel die innerdeutsche Mauer; der 9. November spielt in der jüngeren deutschen Geschichte eine besondere Rolle und ist ein Tag vielfältigen Gedenkens. Doch ein Ereignis, das auch an einem 9. November geschah, ist in Vergessenheit geraten: Am 9. November 1848 wird in Wien Robert Blum, ein Vorkämpfer für Demokratie und Menschenrechte, von reaktionären Kräften erschossen. Karl-Heinz Schwarze, Vorsitzender des Vereins „Freunde des historischen Stadtkerns Werne“, erinnert in einem Vortrag am Dienstag, 12. November, an den deutschen Politiker und Publizisten. Die Altstadtfreunde und der Verkehrsverein Werne laden dazu um 19 Uhr in die Räume des Verkehrsvereins am Roggenmarkt ein. Gäste sind willkommen. Der Eintritt ist frei, über eine Spende freuen sich beide Vereine. „Die Erinnerung an „Diktatur, Krieg und Holocaust gehören grundlegend zu unserer Demokratie. Doch auch das, was Vorbild sein kann, im Kampf für Demokratie und Freiheit sollte uns leiten“, sagt Frank-Walter Steinmeier. Der Bundespräsident ruft auf, auch an die Helden der Vergangenheit zu erinnern, die für Freiheit und Menschenrechte gekämpft haben. Der Verein der „Freunde des historischen Stadtkerns Werne“ und der Verkehrsverein Werne nehmen die Anregung Steinmeiers auf und erinnern an diesen Kämpfer für demokratische Freiheiten. „Robert Blum, ein Held und Märtyrer der Demokratie, müsste ein Vorbild sein für demokratisches Engagement“, sagt Karl-Heinz Schwarze. „Das demokratische Engagement braucht gerade angesichts wachsender populistischer und rechtsradikaler Tendenzen Vorbilder, die Ansporn sind und Mut machen. Blum ist solches Vorbild, ein Held und Märtyrer unserer Demokratiegeschichte.“ Die Erschießung Robert Blums war kein Versehen, sie sollte ein abschreckendes Fanal sein an die Revolutionäre, die in zahlreichen Teilen des Deutschen Bundes aufstanden, um für Freiheit und Demokratie zu kämpfen. Auch in Werne stehen Bürger im März des Jahres 1848, dem Höhepunkt der demokratischen Revolution in Deutschland, auf, um für ihre Rechte zu kämpfen. Es kommt zu „Unruhen“ in Werne, die sich schrittweise so steigern, dass von schwerwiegenden Ausschreitungen die Rede ist. Die revolutionäre Stimmung ist so groß, dass preußische Husaren aus der Kaserne in Hamm aufmarschieren, um die „Aufrührer“ niederzuschlagen. Beteiligt an den „Straßenaufläufen“ ist ein erheblicher Teil der Werner Einwohner. Sie stellen vor allem soziale und wirtschaftliche Forderungen. In Werne kommt niemand zu Tode, doch zahlreiche Bürger werden verhaftet und neun Beteiligte an den „revolutionären Umtrieben“ werden zu langen Haftstrafen verurteilt. Unter den zahlreichen Demonstrationsteilnehmern der revolutionären „Umtriebe“ in Werne im März 1848 gehörte auch der Seiler Bernard Overmann, wie anhand eines Haftentlassungsscheins im Stadtarchiv dokumentiert ist.

                                                                       
Robert Blum,                                                Hinrichtung Blums, Gemälde von                         Entlassung Bernard Overmanns
Gemälde von August Hunger,                      Carl Constantin Heinrich Steffeck, 1848/49         aus dem Arrest Quelle: Stadtarchiv Werne
zwischen 1845 und 1848

Hintergrund:
Das noch vorhandene Erbe als Zeugnis der Bau- und Kulturgeschichte für die Nachwelt zu bewahren, ist das Anliegen des am 11. März 2015 gegründeten Vereins „Freunde des historischen Stadtkerns Werne e.V.“. Dafür will er tatkräftig wirken und in der Öffentlichkeit werben. Ziel ist ein sensibler und sachgerechter Umgang mit Ortsbild und Denkmälern. Werne soll eine Stadt mit individuellem Gepräge bleiben, die nachfolgenden Generationen ein Gefühl von Identität und Zugehörigkeit vermittelt.

 

Details

Datum:
12. November
Zeit:
19:00 - 21:00
Veranstaltungskategorie:

Veranstaltungsort

Verkehrsverein Werne, Roggenmarkt 13
Roggenmarkt
Werne, NRW 59368 Deutschland
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Veranstalter

Verkehrsverein Werne e.V.
Telefon:
02389/531640
E-Mail:
info@verkehrsverein-werne.de
Webseite:
www.verkehrsverein-werne.de